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23.06.2020

Verteilung der Maklercourtage wird neu geregelt

Das Gesetz führt eine neue Regelung beim Verkauf von Immobilien (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) ein. In Zukunft soll es nicht mehr möglich sein, dass der Käufer allein die Maklercourtage trägt. Ziel ist es, dass die Käufer beim Kauf einer Immobilie von den Kaufnebenkosten entlastet werden. Diese Regelung gilt dann nur für private Verbraucher, das heißt, handelt der Erwerber hingegen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit, kann die Verteilung der Maklercourtage auch weiterhin anderweitig vereinbart werden. Eine neue Vorschrift gibt es dann auch bei der Form der Verträge: wenn ein Einfamilienhaus (einschließlich einer Einliegerwohnung) oder auch eine Eigentumswohnung verkauft werden soll, bedarf ein Maklervertrag künftig in Textform. Eine mündliche Abrede oder ein Handschlag reichen nicht mehr aus, damit ein Maklervertrag wirksam wird. Immobilien mit zwei ( und weiteren ) Wohnungen und Gewerbeimmobilien sind von dieser Regelung ausgenommen.

Ab wann tritt das Gesetz in Kraft?

Es tritt am 23.12.2020 in Kraft und gilt für Maklerverträge, die ab dem Inkrafttreten geschlossen werden. Bis dahin haben die Immobilienmakler noch die Gelegenheit, ihre bisherigen Geschäftspraktiken an die neue Rechtslage anzupassen.

Wie wird die Maklercourtage vereinbart?

Die Maklercourtage soll zukünftig über beide Parteien aufgeteilt werden. Um es verständlich darzustellen, benennen wir die Parteien mit A und B (ganz egal, wer nun Käufer oder Verkäufer ist). Die Partei A schließt einen Maklervertrag über eine Immobilie ab. Die Vereinbarung, dass beide Parteien zur Zahlung verpflichtet sind, ist nur wirksam, wenn die Partei A die Maklercourtage mindestens in gleicher Höhe verpflichtet bleibt. Der Anspruch gegen die Partei B wird erst fällig, wenn die Partei A ihrer Verpflichtung zur Zahlung nachgekommen ist und sie oder auch der Immobilienmakler einen Nachweis hierüber erbringt.

Wie sieht es mit dem Lohnanspruch aus?

Der Immobilienmakler kann einen Kaufvertrag über eine Immobilie mit beiden Parteien nur abschließen, wenn sich beide Parteien dazu verpflichten, die Courtage in gleicher Höhe zu zahlen. Wenn der Makler mit der Partei A des Kaufvertrages vereinbart, dass er für sie unentgeltlich tätig wird, kann er von der Partei B keine Courtage erwarten. Ein Erlass wirkt auch zugunsten des jeweils anderen Vertragspartners des Maklers.



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Was halten Sie als Eigentümer/in von der Teilung der Maklercourtage?

  Ich werde keinen Makler beauftragen, da mir als Eigentümer/in Kosten entstehen werden   Ich werde trotzdem einen Makler beauftragen   Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.